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Archiv für die Kategorie ‘broschüre’

Neue Broschüre: Klassenkämpfe in der DDR (1945-1990)

4. Februar 2017 Keine Kommentare

Unsere neue Broschüre: „Klassenkämpfe in der DDR (1945-1990)“ (ca. 123 Seiten) von Soziale Befreiung (Hg.) ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

Inhalt

Einleitung

1. Die Einverleibung Ostdeutschlands durch den sowjetischen Imperialismus

2. Die Herausbildung des ostdeutschen Staatskapitalismus

3. Das Staatskapital gegen das Proletariat

4. Der ArbeiterInnenaufstand von Juni 1953

5. Klassen- und Fraktionskämpfe von Juli 1953 bis 1956

6. Die innerparteiliche kleinbürgerlich-intellektuelle Opposition von 1956

7. Erste Tendenzen zur Reprivatisierung des Kapitals

8. Klassenkämpfe bis zum Ende der Ära Ulbricht

9. Honeckers Palastputsch

10. Die Todeskrise des ostdeutschen Staatskapitalismus

11. Klassenkämpfe während des Honecker-Regimes bis zur „Wende“

12. Die Formierung der kleinbürgerlichen politischen Opposition

13. Das Proletariat während der „Wende“: Zwischen Eigenaktivität und Manövriermasse

14. Die friedliche Annexion Ostdeutschlands durch den bundesdeutschen Imperialismus

11. Klassenkämpfe während des Honecker-Regimes bis zur „Wende“

Doch bevor wir uns die letzten tödlichen Hiebe des bundesdeutschen Imperialismus zur reaktionären Zerschlagung der DDR genauer ansehen, wollen wir den proletarischen Klassenkampf und die kleinbürgerlich-politische Straßenbewegung vor und während der „Wende“ analysieren. Schauen wir uns zunächst den Klassenkampf von oben, den das ostdeutsche Staatskapital gegen das Proletariat führte, genauer an. Die bürgerliche Arbeitsorganisation des Honecker-Regimes war darauf gerichtet, besonders viel Mehrwert aus dem Proletariat zu pressen. Bei Aufrechterhaltung des Staatskapitalismus und der Vollbeschäftigung. Mit beiden Kriterien verstieß die DDR gegen die Haupttendenzen der globalen Kapitalvermehrung. Diese wurde zunehmend von der weltweiten Offensive des Privatkapitals beziehungsweise proprivatkapitalistischer Fraktionen innerhalb der herrschenden staatskapitalistischen Bürokratien geprägt. Innerhalb des Privatkapitalismus war die bürgerliche Arbeitsorganisation von zunehmender Massenarbeitslosigkeit, Entstaatlichung des öffentlichen Dienstes und die Ausgliederung von zuarbeitenden Tätigkeiten aus der kernindustriellen Produktion – die der zunehmenden Konzentration und Zentralisation des Kapitals nicht wider-, sondern entsprach – geprägt. Diese Tendenz zur Konzentration auf den Kernbereich der industriellen Produktion und die Ausgliederung von vor- und nachgelagerten Tätigkeiten ist besonders anschaulich in der Autoindustrie zu beobachten, wo sich die Trennung in Automobilkonzerne und Zulieferbetriebe durchsetzte. Mehr…

Klassenkämpfe in Sowjetrussland (1917-1921)

17. Januar 2017 Keine Kommentare

Zum 100. Jahrestag des Beginns der russischen Revolution veröffentlichen wir den ersten einer ganzen Reihe von Texten. Dies geschieht unter der gemeinsamen Überschrift „Klassenkämpfe in Sowjetrussland (1917-1921)“. Im ersten Text werden Klassenkämpfe im zaristischen Russland beschrieben. Die gesamte Broschüre „Schriften zur russischen Revolution (1917-1921)“ könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Russische Revolution

1. Klassenkämpfe im zaristischen Russland

Das vorrevolutionäre Russland war ein Agrarstaat, aber bereits eine Übergangsgesellschaft vom Feudalismus zum Kapitalismus. Es war in der Entwicklung im Vergleich zu Westeuropa und Nordamerika weit zurückgeblieben in seiner technologischen und sozialökonomischen Entwicklung. Doch mit der Entwicklung des kapitalistischen Weltmarktes ist auch die Geschichte von Nationalstaaten eine Teilgeschichte des globalen Kapitalismus. Zurückgebliebene Nationalstaaten wiederholen nicht sklavisch die Geschichte der fortgeschrittenen Nationen. Der globale Konkurrenzkampf der Nationalstaaten zwingt die Regierenden der unterentwickelten Nationen ihre eigene Entwicklung zu beschleunigen – wenn sie nicht im wirtschaftlichen, politisch-diplomatischen und militärischen Gerangel ständig das Nachsehen haben wollen. Außerdem besteht die Möglichkeit rückständiger Nationalstaaten die modernsten technologischen Fortschritte der grundsätzlich sozialreaktionären kapitalistischen Zivilisationsbarbarei fertig zu übernehmen, anstatt sie selbst zu entwickeln. Denn die stärkste Waffe im globalen Konkurrenzkampf der Nationalstaaten war und ist eine hohe Arbeitsproduktivität –also war und ist die Fabrik als proletarische Hölle die Grundlage für nationalstaatliche Himmelstürmerei. Mehr…

Der ArbeiterInnenaufstand von 1956

22. November 2016 Keine Kommentare

Zum 60. Jahrestag der proletarischen Rebellion in Ungarn veröffentlichen wir den Text „Der ArbeiterInnenaufstand von 1956″ aus der Broschüre Schriften zum Klassenkampf II. Die Broschüre könnt Ihr für 5-€ (inkl. Porto) hier über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Der ArbeiterInnenaufstand von 1956

Bis 1953 war auch der ungarische Staatskapitalismus durch ultrarepressiven stalinistischen Terror geprägt, welchem auch Angehörige der herrschenden Partei- und Staatsbürokratie zum Opfer fielen. Das Proletariat wurde durch den Kurs der forcierten Industrialisierung und das Primat auf die Entwicklung der Schwerindustrie extrem durch Überarbeit und Unterkonsum ausgebeutet. Der „ungarische Stalin“, also die oberste regierende Charaktermaske des Partei- und Staatsapparates, war bis 1953 Matyas Rakosi. Danach war auf der Basis der Reproduktion der staatskapitalistischen Produktionsverhältnisse auch in Ungarn eine gewisse „Entstalinisierung“ angesagt. Der „Reformer“ Imre Nagy wurde im Juli 1953 Ministerpräsident Ungarns. Der Kollektivierung der Landwirtschaft wurde die ultrarepressive Spitze genommen, die Internierungslager wurden geschlossen, auch sonst wurde der stalinistische Terror entschärft und die totale Bevorzugung der Schwerindustrie wurde gelockert. Doch der Stalinist Rakosi, der Parteichef blieb, ging am 1. Dezember im Politbüro zum Gegenangriff gegen Nagy über. Am 14. April 1955 musste Letzterer auf Druck des stalinistischen Apparates alle Ämter aufgeben. Doch Rakosi konnte sich ebenfalls nicht mehr lange halten. Er fiel im Jul 1956 einer Entstalinisierung zum Opfer und wurde durch Ernö Gerö ersetzt. Mehr…

Vortrag bei der Literatrurmesse

12. November 2016 Keine Kommentare

Wir veröffentlichen den Vortrag, den wir auf der Linke Literaturmesse im Rahmen der Vorstellung der Broschüre „Der spanische BürgerInnenkrieg (1936-1939)“ in Nürnberg, den 5. November 2016 halten wollten.

Wir möchten heute die Broschüre Der spanische BürgerInnenkrieg (1936-1939) kurz vorstellen und dann ihre wichtigsten Argumente in Thesenform unterstreichen. Die Broschüre besteht aus drei Texten. Erstens aus dem Text Der spanische BürgerInnenkrieg als innerkapitalistischer Konflikt, der die grundlegende Analyse der damaligen Ereignisse enthält. Zweitens der Schrift Die antifaschistische Volksfront gegen das Proletariat, welche die Hauptthesen des ersten Textes durch Einzelanalysen der an der Volksfront beteiligten Kräfte, also des Stalinismus, des Anarchosyndikalismus und der linkssozialdemokratischen POUM. Beim Stalinismus und Anarchosyndikalismus wird in diesem Text auch ausführlich auf die Lügen, Verdrehungen und Rechtfertigungen ihrer heutigen VertreterInnen eingegangen. Auch der Trotzkismus, der zwar die antifaschistische Volksfront kritisiert hat, aber im Krieg gegen Franco doch letztendlich auf deren Seite stand, wird in dieser Schrift kritisiert. Der dritte Text Frauen im Klassenkampf und BürgerInnenkrieg beschreibt die große Aktivität von Frauen, besonders von Proletarierinnen, in dieser Zeit des BürgerInnenkrieges.

Kommen wir nun zu den Hauptargumenten der Broschüre in Thesenform. Die erste These lautet: Wer die Demokratie gegen den Faschismus und artverwandte Systeme verteidigen will, muss auch den Kapitalismus gegen das Proletariat verteidigen. Die Demokratie ist nur in den Köpfen linker KleinbürgerInnen ein großes emanzipatorisches Ideal. In der Realität ist die Demokratie eine reaktionäre Staatsform des Kapitals, die sich in der Geschichte als blutige Feindin des Proletariats erwiesen hat, sich noch immer erweist und sich auch in der Zukunft bis zur möglichen Weltrevolution als solche erweisen wird. Auch in Spanien war die Verteidigung der Demokratie gegen den Franquismus notwendigerweise mit konterrevolutionärem Terror gegen das klassenkämpferische Proletariat verbunden. Mehr…

Buchvorstellung

12. Oktober 2016 Keine Kommentare

Am Samstag, den 5. November um 16:00 Uhr im Rahmen der Linken Literaturmesse in Nürnberg Künstlerhaus K 4, Königsstraße 93, wollen wir gemeinsam mit Soziale Befreiung die Broschüre „Der spanische BürgerInnenkrieg (1936-1939)“ vorstellen. Ihr seid herzlich eingeladen zu kommen.

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Neue Broschüre: Schriften zum Klassenkampf VI

20. September 2016 Keine Kommentare

Unsere neue Broschüre: „Schriften zum Klassenkampf VI“ (ca. 124 Seiten) von Soziale Befreiung (Hg.) ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Inhalt

Einleitung

Klassenkampf und Straßenbewegungen

1. Soziale Straßenbewegungen als Teil des proletarischen Klassenkampfes
2. Soziale und politische Straßenbewegungen
3. LehrerInnen und SchülerInnenbewegung
4. Proletarischer Klassenkampf und soziale Straßenbewegungen in der Weltrevolution

Die Instrumentalisierung des Proletariats in Machtkämpfen der Herrschenden

1. Polen
2. Iran

Konkurrenz, Straßenrassismus, Antifa und Klassenkampf

1. Der permanente Konkurrenzkampf
2. Elitärer Nationalismus und Straßenrassismus in der BRD
3. Staatsantifaschismus
4. Antirassismus/Antifaschismus als kleinbürgerliche Straßenbewegung
5. Proletarischer Klassenkampf und sozialrevolutionärer Universalismus

Die Bewegung gegen Bullenterror in den USA

1. Der Bullenterror
2. Der Bullenterror als Teil des Klassenkrieges von Oben
3. Die Bewegung gegen den Bullenterror

Der Bullenterror als Teil des Klassenkrieges von Oben

„Mit der sogenannten Wirtschaftskrise und der ständig wachsenden Arbeitslosigkeit der jungen Schwarzen, die in manchen Gegenden 50 Prozent erreicht, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Gegenwehr. Es gab also eine Eskalation. In vielen Vierteln, auch in Latinovierteln, ist die Polizei eine Besatzungsarmee, die dieselben Waffen benutzt wie im Irak und Afghanistan. Mit den war on terror wurde die Polizei seit 2001 immer stärker militarisiert. Sie wird seit vielen Jahren von der Armee ausgebildet und ist mit denselben Waffen ausgerüstet, deshalb herrscht in vielen Vierteln praktisch dasselbe Level an Polizeibrutalität wie vielleicht in den Vierteln von Kabul oder im Irak. Mehr…

Die institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung verteidigt(e) den demokratischen Kapitalismus

30. August 2016 Keine Kommentare

Wir veröffentlichen hier den vierten abschließenden Teil des Textes „Der spanische BürgerInnenkrieg als innerkapitalistischer Konflikt“ aus der Broschüre „Der spanische BürgerInnenkrieg (1936-1939)“. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

CNT Barrikade am La Rambla Promenade. Barcelona Mai 1937

Die institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung verteidigt(e) den demokratischen Kapitalismus

Nachdem wir im vorigen Kapitel die Niederlage des republikanisch-stalinistischen Blockes im BürgerInnenkrieg schilderten, wollen wir jetzt die erfolgreiche Konterrevolution dieses Blockes gegen das klassenkämpferische Proletariat beschreiben. Diese Konterrevolution entsprach sowohl den allgemeinen Entwicklungstendenzen des Antifaschismus als auch der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung. Der Antifaschismus ist die Ideologie und Praxis der Verteidigung der Demokratie gegen den Faschismus und artverwandter Regierungsformen wie zum Beispiel den Franquismus. Doch die Demokratie ist ebenfalls eine politische Ausdrucksform der sozialreaktionären Diktatur des Kapitals. Die institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung reproduzierte und reproduziert die kapitalistische Klassengesellschaft in Form von bürgerlich-bürokratischen Apparaten und einer proletarischen Basis. Diese bürgerlich-bürokratischen Apparate sind strukturell unfähig und unwillig dazu die soziale Revolution zu organisieren, aber sie müssen aus Eigeninteresse die sozialreaktionäre Demokratie gegen den Faschismus bzw. artverwandte Regimes, welche die institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung zerschlagen wollen, verteidigen. Doch ein Kampf gegen faschistische und artverwandte Strömungen, der von demokratischen Positionen aus erfolgt, kann nur inkonsequent sein – dafür muss er sich aber mit konterrevolutionärer Konsequenz gegen das Proletariat richten. Mehr…

Der Putsch der Generäle

17. August 2016 Keine Kommentare

Wir veröffentlichen hier den dritten Teil des Textes „Der spanische BürgerInnenkrieg als innerkapitalistischer Konflikt“ aus der Broschüre „Der spanische BürgerInnenkrieg (1936-1939)“. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Barrikadenkämpfe um Montaña-Kaserne. Juli 1936 Madrid

Der Putsch der Generäle

Nachdem die Regierung aus der Radikalen Partei und den KlerikalfaschistInnen der CEDA sich im Klassenkampf gegen das Proletariat abgenutzt hatte, war im Februar 1936 die Zeit für den linken Flügel der Bourgeoisie, die RepublikanerInnen und die Partei- und Gewerkschaftsbonzen der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung – einschließlich der CNT-Bürokratie – gekommen, um bei der Gestaltung der kapitalistischen Politik den rechten Flügel abzulösen. Bei der Sozialistischen Partei waren die Zeiten, in denen sie sich an Phrasen über „Revolution“ und „Diktatur des Proletariats“ berauschte, im Januar 1936 endgültig vorbei. Wie bei den StalinistInnen die „Dritte Periode“, in denen sie ihren reaktionären Charakter hinter noch radikaler klingenden Phrasen verbargen. Ab 1935 war die P„C“E wie die gesamte „Kommunistische“ Internationale auf Volksfrontbündnisse mit dem demokratischen Flügel der Bourgeoisie gegen das Proletariat und gegen den Faschismus eingeschworen. Auch die trotzkistischen „Linken Kommunisten“ gab es inzwischen nicht mehr. Sie hatten sich mit dem rechts-„kommunistischen“ Arbeiter- und Bauernblock im September 1935 zur Partido Obrero de Unification Marxista (POUM, Arbeiterpartei für Marxistische Einheit) zusammengeschlossen. Die POUM war eindeutig nicht trotzkistisch, wurde aber so von den StalinistInnen bezeichnet. Die Anhänger Trotzkis bildeten bis Frühjahr 1937 eine kleine Minderheit in dieser Partei. Auch der rechte Flügel des Anarchosyndikalismus gebar eine politische Partei, die Syndikalistische Partei. Diese von Pestana geführte Formation war die institutionalisierte Verneinung der progressiven antiparlamentarisch-antipolitisch-staatsfeindlichen Tendenzen des Anarchismus. Mehr…

Neue Broschüre: Kommunismus und Feminismus

Unsere neue Broschüre: „Kommunismus und Feminismus“ (ca. 124 Seiten) von Soziale Befreiung (Hg.) ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Inhalt

Einleitung
Kommunismus
1. Die revolutionären Tendenzen des reproduktiven Klassenkampfes
2. Die revolutionäre Selbstaufhebung des Proletariats
3. Die klassen- und staatenlose Gesellschaft
4. Der geistig-ethische Ausdruck des weltrevolutionären Prozesses

Kommunistische Kritik der (klein)bürgerlichen Frauenbewegungen
I. Alte bürgerliche Frauenbewegung
1. Bürgerliche Frauenbewegungen im Industriekapitalismus
2. Bürgerliche Frauenemanzipation bis „1968“
II. Die „proletarische“ und „sozialistische“ Frauenbewegung
1. Der patriarchale Charakter der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung
2. Die „proletarische“ Frauenbewegung als Teil der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung
3. „Sozialistische“ Frauenorganisationen im (Staats-)Kapitalismus

III. Neue kleinbürgerliche Frauenbewegung
1. Geburt und Entwicklung der kleinbürgerlichen Frauenbewegung
2. Die Integration in den Kapitalismus
3. Klassenübergreifende Frauenbewegung und proletarischer Klassenkampf

Marxismus, Anarchismus, Feminismus und das Patriarchat
1. Für eine materialistisch-dialektische Kritik des Patriarchats!
2. Die Reproduktion des Patriarchats durch Marxismus, Anarchismus und Feminismus
3. Bürgerliche Frauenemanzipation oder revolutionärer Kampf gegen das Patriarchat?

Kommunismus und Feminismus – ein Fazit
1. Der Feminismus als Ideologie der bürgerlichen Frauenemanzipation
2. Der Kommunismus als revolutionärer Kampf gegen das kapitalistische Patriarchat

Kommunismus und Feminismus – ein Fazit

1. Der Feminismus als Ideologie der bürgerlichen Frauenemanzipation

Nach der marxistischen Feministin Frigga Haug, und „wie z.B. im Brockhaus seit 50 Jahren unverändert nachzulesen ist“, ist Feminismus „ein Eintreten für die Beteiligung der Frauen am öffentlichen und kulturellen Leben.“ (Frigga Haug, Der im Gehen erkundete Weg. Marxismus-Feminismus, a.a.O., S. 31.) Nun ja, die bürgerliche Frauenemanzipation ist hier sehr sanft formuliert, es fehlt sogar das Wort „gleichberechtigt“. Nach der ebenfalls aus der marxistisch-linkssozialdemokratischen Tradition stammenden Gisela Notz „können mit Feminismus die theoretisch-wissenschaftlichen Bemühungen der Frauenbewegung bezeichnet werden, die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts als Barriere wissenschaftlicher (und praktischer) Erkenntnis wahrzunehmen und Handlungsstrategien zu entwickeln, um sie zu überwinden. Feminismus bezeichnet deshalb auch eine Bewegung, die sich für politisch-praktische Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenschancen von Frauen einsetzt und Kampagnen und Aktionen initiiert, um auf die Missstände aufmerksam zu machen und Verbündete zu deren Behebung zu gewinnen.“ (Gisela Notz, Feminismus, a.a.O., S. 9.) Auch dies klingt ziemlich weichgespült, ebenso wie der Feminismus tatsächlich in seinen Hauptströmungen ist. Nur eine radikalmarxistische und anarchistische Minderheit des Feminismus würde diesen als revolutionären Kampf gegen das kapitalistische Patriarchat definieren, so wie wir den Kommunismus verstehen. Nun, wir bezeichnen in Übereinstimmung mit den zwei oben zitierten linkssozialdemokratischen Damen Haug und Notz den Feminismus als Ideologie der bürgerlichen Frauenemanzipation innerhalb des Kapitalismus. Mehr…

Klassenkämpfe in Spanien (1931-1936)

Wir veröffentlichen hier den zweiten Teil des Textes „Der spanische BürgerInnenkrieg als innerkapitalistischer Konflikt“ aus der Broschüre „Der spanische BürgerInnenkrieg (1936-1939)“. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Bewaffnete Bergarbeiter während des proletarischen Aufstandes in Asturien. Oktober 1934

Klassenkämpfe in Spanien (1931-1936)

Nach unserem kurzen Einblick in die Geschichte des spanischen Kapitalismus, wollen wir nun die Klassenkämpfe zwischen dem Ausrufen der Republik und den Putsch der Generäle etwas genauer beschreiben. Wir werden bereits in diesem Kapitel die Parteien und Gewerkschaften der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung einer radikalen Kritik unterziehen. Dabei versuchen wir auch zu beschreiben, wie aus unserer heutigen Sicht wirklich sozialrevolutionäre Gruppen und Strömungen sich hätten verhalten müssen. Diese Darstellung zeigt uns als proletarische RevolutionärInnen im Gegensatz zu den ordentlich bezahlten BerufswissenschaftlerInnen. Allerdings ist diese Herangehensweise auch nicht unproblematisch. Nicht etwa deshalb, weil unsere heutige Position es damals überhaupt nicht gegeben hätte. Doch, das Fundament unserer heutigen revolutionären Positionen gab es damals schon, verkörpert im parteien- und gewerkschaftsfeindlichen Rätekommunismus und in der scharfen Demokratie- und Antifaschismus-Kritik des parteienförmigen italienischen Linkskommunismus. Wie wir an Hand von Originalzitaten von Links- und RätekommunistInnen in unserer Schrift Die antifaschistische Volksfront gegen das Proletariat nachweisen werden, bezogen diese auch in den Grundfragen damals Positionen, die wir auch heute beziehen. Doch in Spanien gab es diese Strömungen eben nicht. Die Nichtexistenz links- oder rätekommunistischer Strömungen ist durchaus ein Ausdruck des Klassenkampfes und des Klassenbewusstseins des damaligen Proletariats in Spanien gewesen. Es ist also nicht unproblematisch, wenn wir das nach unserer heutigen Meinung notwendige Verhalten von damals nicht in Spanien vorhandenen bewusst revolutionären Strömungen zu umschreiben versuchen. Aber wir tun das trotzdem, eben weil wir keine kleinbürgerlichen Stubengelehrten, sondern proletarische RevolutionärInnen sind. Auch wollen wir damit den Verleumdungen der ReformistInnen aller Schattierungen, wir seien unpraktische, nur Ideologie produzierende SektiererInnen, entgegentreten. Mehr…