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Archiv für die Kategorie ‘soziale befreiung’

Die reaktionärsten Teile des Antifaschismus verhinderten eine revolutionäre Veranstaltung

8. November 2016 1 Kommentar

Teile des VVN-BdA Nürnberg-Fürth haben am 5. November 2016 auf der Linken Literaturmesse in Nürnberg mit anderen Vertreterinnen des Volksfrontantifaschismus – der in ganz „breiten Bündnissen“ offen mit der Bourgeoisie paktiert – und fehlgeleiteten Jugendlichen eine Veranstaltung der „Sozialen Befreiung“ zum spanischen BürgerInnenkrieg mit provokativen Methoden aufgrund ihrer personellen Überlegenheit verhindern können, nachdem sie in einer Abstimmung unter den VerlegerInnen über das Verbot unserer Veranstaltung eine Niederlage einstecken mussten. Wir möchten hier betonen, dass nicht alle Teile des Antifaschismus sich an der provokativen Kampagne gegen uns beteiligt und die Veranstalter der Linken Literaturmesse nichts damit zu tun haben. Die linke Fraktion des Antifaschismus fordern wir auf, sich scharf von der provokativen Sprengung unserer Veranstaltung zu distanzieren. Mit ihr sind wir auch in Zukunft bereit einen harten, aber fairen Meinungsstreit zu führen.

Der „Sieg“ des Volksfrontantifaschismus gegen eine kleine Gruppe der revolutionären Minderheit war sehr billig. Solche „Siege“ pflastern den Weg der kommenden Niederlagen. Denn das Paktieren mit dem politischen Personal der Bourgeoisie und das repressive Verhalten gegen RevolutionärInnen bilden eine dialektische Einheit. Auf diese Weise sind nicht die Nazis und schon gar nicht der Kapitalismus zu bekämpfen. Obwohl auch der Volksfrontantifaschismus behauptet antikapitalistisch zu sein, ist das eine ideologische Behauptung, die nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Er
ist die linke Fraktion des Kapitals. Die reaktionärsten Teile des Antifaschismus haben einen sehr billigen „Sieg“ errungen, der aber keine Niederlage für uns darstellt. Denn wir wollten auf der Literaturmesse die reaktionären Tendenzen des Antifaschismus zur Sprache bringen. Und genau
das haben wir getan – mit oder ohne Veranstaltung. Nur der Klassenkampf gegen den Kapitalismus kann letztendlich die Nazis stoppen. „Antifaschistische Siege“ von der Sorte wie auf der Nürnberger Linken Literaturmesse nutzen dagegen nur der kapitalistischen Reaktion.

Soziale Befreiung und Gruppe Sozialer Widerstand

Öffentliche Erklärung von Sozialer Befreiung und Sozialen Widerstand

2. November 2016 1 Kommentar

Mit Wut und Empörung, aber auch mit der festen Entschlossenheit, ihr entgegenzutreten, haben wir die stalinistische Hetzkampagne, welche der VVN-BdA Nürnberg gegen Soziale Befreiung auf der Linken Literaturmesse vom 4. bis zum 6. November 2016 in Nürnberg führt, zur Kenntnis genommen. Wir haben nichts gegen harten Meinungsstreit, aber die Behauptung, wir seien „rechte Provokateure“, ist nichts weiter als eine schmutzige Lüge. Wir wollen hier auf unsere revolutionäre Kritik des Antifaschismus und die Hetzkampagne des VVN-BdA kurz eingehen.

Stalinistische Hetzkampagne gegen RevolutionärInnen

Man muss unsere Kritik des Antifaschismus nicht teilen, um zu sehen, dass die Behauptung des VVN-BdA Nürnberg, wir seien „rechte Provokateure“, eine üble Schmutzkampagne ist. Sie steht in einer offen reaktionären Tradition. Auch damals im spanischen BürgerInnenkrieg verleumdeten die StalinistInnen klassenkämpferische ProletarierInnen, den linken Flügel der Volksfront (POUM, CNT und TrotzkistInnen) und bewusste RevolutionärInnen, sie stünden mit Franco im Bunde. Auch heute noch werden diese Lügen teilweise behauptet. Der Hetzkampagne folgte der Terror der sowjetischen Geheimpolizei NKWD in Spanien. Der VVN-BdA Nürnberg stellt sich offen in diese Tradition. Wir haben uns mit unserer Veranstaltung zum spanischen BürgerInnenkrieg ordentlich für diese Literaturmesse angemeldet. Die offene Drohung unserer VerleumderInnen, unsere angemeldete Veranstaltung durch Gewalt verhindern zu wollen, ist nicht nur ein Angriff auf uns. Das ist ein Angriff auf die gesamte Linke Literaturmesse. Genauso wie sich die Lüge des VVN-BdA, wir seien „rechte Provokateure“ ebenfalls gegen die gesamte Linke Literaturmesse richtet. Denn wir nehmen seit Jahren regelmäßig an ihr teil. Wer behauptet, wir seien „rechte Provokateure“, sagt damit indirekt auch, dass die Linke Literaturmesse seit Jahren „rechten Provokateuren“ ein Podium geboten hat. Wir befinden uns nicht auf dem Moskauer Schauprozess 1936 und auch nicht in Spanien 1937/38 wo die StalinistInnen mit ihrem Terror ein Sieg gegen das klassenkämpferische Proletariat einfuhren, um dann 1939 gegen Franco zu verlieren. Deshalb haben nicht wir uns zu rechtfertigen, sondern unsere stalinistischen VerleumderInnen. Wir fordern von der Linken Literaturmesse, dass sie sich öffentlich von der Behauptung, wir seien „rechte Provokateure“ distanziert. Dies kann durchaus mit einer Distanzierung von unseren Positionen verbunden sein. Damit können wir leben. Mehr…

Buchvorstellung

12. Oktober 2016 Keine Kommentare

Am Samstag, den 5. November um 16:00 Uhr im Rahmen der Linken Literaturmesse in Nürnberg Künstlerhaus K 4, Königsstraße 93, wollen wir gemeinsam mit Soziale Befreiung die Broschüre „Der spanische BürgerInnenkrieg (1936-1939)“ vorstellen. Ihr seid herzlich eingeladen zu kommen.

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Neue Broschüre: Kommunismus und Feminismus

Unsere neue Broschüre: „Kommunismus und Feminismus“ (ca. 124 Seiten) von Soziale Befreiung (Hg.) ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Inhalt

Einleitung
Kommunismus
1. Die revolutionären Tendenzen des reproduktiven Klassenkampfes
2. Die revolutionäre Selbstaufhebung des Proletariats
3. Die klassen- und staatenlose Gesellschaft
4. Der geistig-ethische Ausdruck des weltrevolutionären Prozesses

Kommunistische Kritik der (klein)bürgerlichen Frauenbewegungen
I. Alte bürgerliche Frauenbewegung
1. Bürgerliche Frauenbewegungen im Industriekapitalismus
2. Bürgerliche Frauenemanzipation bis „1968“
II. Die „proletarische“ und „sozialistische“ Frauenbewegung
1. Der patriarchale Charakter der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung
2. Die „proletarische“ Frauenbewegung als Teil der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung
3. „Sozialistische“ Frauenorganisationen im (Staats-)Kapitalismus

III. Neue kleinbürgerliche Frauenbewegung
1. Geburt und Entwicklung der kleinbürgerlichen Frauenbewegung
2. Die Integration in den Kapitalismus
3. Klassenübergreifende Frauenbewegung und proletarischer Klassenkampf

Marxismus, Anarchismus, Feminismus und das Patriarchat
1. Für eine materialistisch-dialektische Kritik des Patriarchats!
2. Die Reproduktion des Patriarchats durch Marxismus, Anarchismus und Feminismus
3. Bürgerliche Frauenemanzipation oder revolutionärer Kampf gegen das Patriarchat?

Kommunismus und Feminismus – ein Fazit
1. Der Feminismus als Ideologie der bürgerlichen Frauenemanzipation
2. Der Kommunismus als revolutionärer Kampf gegen das kapitalistische Patriarchat

Kommunismus und Feminismus – ein Fazit

1. Der Feminismus als Ideologie der bürgerlichen Frauenemanzipation

Nach der marxistischen Feministin Frigga Haug, und „wie z.B. im Brockhaus seit 50 Jahren unverändert nachzulesen ist“, ist Feminismus „ein Eintreten für die Beteiligung der Frauen am öffentlichen und kulturellen Leben.“ (Frigga Haug, Der im Gehen erkundete Weg. Marxismus-Feminismus, a.a.O., S. 31.) Nun ja, die bürgerliche Frauenemanzipation ist hier sehr sanft formuliert, es fehlt sogar das Wort „gleichberechtigt“. Nach der ebenfalls aus der marxistisch-linkssozialdemokratischen Tradition stammenden Gisela Notz „können mit Feminismus die theoretisch-wissenschaftlichen Bemühungen der Frauenbewegung bezeichnet werden, die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts als Barriere wissenschaftlicher (und praktischer) Erkenntnis wahrzunehmen und Handlungsstrategien zu entwickeln, um sie zu überwinden. Feminismus bezeichnet deshalb auch eine Bewegung, die sich für politisch-praktische Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenschancen von Frauen einsetzt und Kampagnen und Aktionen initiiert, um auf die Missstände aufmerksam zu machen und Verbündete zu deren Behebung zu gewinnen.“ (Gisela Notz, Feminismus, a.a.O., S. 9.) Auch dies klingt ziemlich weichgespült, ebenso wie der Feminismus tatsächlich in seinen Hauptströmungen ist. Nur eine radikalmarxistische und anarchistische Minderheit des Feminismus würde diesen als revolutionären Kampf gegen das kapitalistische Patriarchat definieren, so wie wir den Kommunismus verstehen. Nun, wir bezeichnen in Übereinstimmung mit den zwei oben zitierten linkssozialdemokratischen Damen Haug und Notz den Feminismus als Ideologie der bürgerlichen Frauenemanzipation innerhalb des Kapitalismus. Mehr…

Klassenkämpfe in Spanien (1931-1936)

Wir veröffentlichen hier den zweiten Teil des Textes „Der spanische BürgerInnenkrieg als innerkapitalistischer Konflikt“ aus der Broschüre „Der spanische BürgerInnenkrieg (1936-1939)“. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Bewaffnete Bergarbeiter während des proletarischen Aufstandes in Asturien. Oktober 1934

Klassenkämpfe in Spanien (1931-1936)

Nach unserem kurzen Einblick in die Geschichte des spanischen Kapitalismus, wollen wir nun die Klassenkämpfe zwischen dem Ausrufen der Republik und den Putsch der Generäle etwas genauer beschreiben. Wir werden bereits in diesem Kapitel die Parteien und Gewerkschaften der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung einer radikalen Kritik unterziehen. Dabei versuchen wir auch zu beschreiben, wie aus unserer heutigen Sicht wirklich sozialrevolutionäre Gruppen und Strömungen sich hätten verhalten müssen. Diese Darstellung zeigt uns als proletarische RevolutionärInnen im Gegensatz zu den ordentlich bezahlten BerufswissenschaftlerInnen. Allerdings ist diese Herangehensweise auch nicht unproblematisch. Nicht etwa deshalb, weil unsere heutige Position es damals überhaupt nicht gegeben hätte. Doch, das Fundament unserer heutigen revolutionären Positionen gab es damals schon, verkörpert im parteien- und gewerkschaftsfeindlichen Rätekommunismus und in der scharfen Demokratie- und Antifaschismus-Kritik des parteienförmigen italienischen Linkskommunismus. Wie wir an Hand von Originalzitaten von Links- und RätekommunistInnen in unserer Schrift Die antifaschistische Volksfront gegen das Proletariat nachweisen werden, bezogen diese auch in den Grundfragen damals Positionen, die wir auch heute beziehen. Doch in Spanien gab es diese Strömungen eben nicht. Die Nichtexistenz links- oder rätekommunistischer Strömungen ist durchaus ein Ausdruck des Klassenkampfes und des Klassenbewusstseins des damaligen Proletariats in Spanien gewesen. Es ist also nicht unproblematisch, wenn wir das nach unserer heutigen Meinung notwendige Verhalten von damals nicht in Spanien vorhandenen bewusst revolutionären Strömungen zu umschreiben versuchen. Aber wir tun das trotzdem, eben weil wir keine kleinbürgerlichen Stubengelehrten, sondern proletarische RevolutionärInnen sind. Auch wollen wir damit den Verleumdungen der ReformistInnen aller Schattierungen, wir seien unpraktische, nur Ideologie produzierende SektiererInnen, entgegentreten. Mehr…

Neue Broschüre: Frauen im Kapitalismus

Unsere neue Broschüre: „Frauen im Kapitalismus“ (ca. 124 Seiten) von Soziale Befreiung (Hg.) ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Inhalt

Einleitung

Gesellschaftliche Klassen und soziale Geschlechterrollen
1. Soziale Klassen
2. Soziale Geschlechterrollen
3. Die patriarchale Spaltung der Klassen
4. Die Klassenspaltung der Geschlechter
5. Klassen- und Geschlechterspaltung im Vergleich und in ihrer
gegenseitigen Durchdringung

Biosoziale Reproduktion, Familie, PartnerInnenschaft und Sexualität

1. Die bürgerlich-patriarchale Familie als biosoziales Reproduktionsverhältnis
2. Kapital, Staat, Kirche und biosoziale Reproduktion
3. Individualisierung, Familienkult und Sexindustrie
4. Gewalt und sexuelle Belästigung
5. Sexarbeit

Der Klassenkampf der Proletarierinnen

1. Alltagsklassenkampf
2. Gewerkschaftlich „geführte“ Streiks
3. Wilde Streiks
4. Proletarierinnen in militanten und revolutionären Kämpfen
5. Die revolutionäre Selbstaufhebung der Proletarierinnen

Alltagsklassenkampf

Im alltäglichen selbstorganisiertem Klassenkampf wehren sich die Arbeiterinnen oft gegen die stumpfsinnige Organisation und die Monotonie der Lohnarbeit, wie zum Beispiel der Bericht eines ehemaligen Luxusdampfer-Zimmermädchens verdeutlicht: „Nach dem Schulabschluss jobbte ich drei Monate lang als Stewardess auf einem kleinen Luxuskreuzfahrtschiff. Einer dieser Traumjobs, wenn man nichts davon weiß. Auf 280 Passagiere kamen 220 Crewmitglieder. Die Gäste waren superreiche Leute, die beim Einchecken alles abgaben: ihr Geld, ihr Leben, ihr Hirn. Und wir waren dazu da, sie wie Babys zu behandeln, ihnen jeden Wunsch von den Augen abzulesen und möglichst sofort zu erfüllen.
Das waren Leute, die managten ganze Konzerne, wohnten in fünf Villen, reisten in der Welt herum, waren vielleicht schon zum fünften Mal auf diesem Kreuzfahrtschiff und dann riefen sie dich, damit du die Klospülung in ihrer Suite betätigst und das nicht einmal, sondern jedes Mal. Oder es kamen so weltfremde Meldungen wie: ,Was ich mich immer schon gefragt habe, schläft die Crew eigentlich auch an Bord?‘ ,Nein, wir werden jede Nacht ausgeflogen‘, hätte ich sagen sollen, aber das hätte dem Höflichkeitsgebot widersprochen. Wir durften zu den Gästen auch nie ,Nein‘ sagen: Was für absurde Wünsche sie auch äußerten. Sie durften während ihres ganzen Aufenthaltes kein Nein hören, höchstens auf die Frage, ob es an Bord Kakerlaken gäbe. Die waren streng geheim. Mehr…

Kronstadt und die Dekadenz des Parteimarxismus

Zum 95. Jahrestag des Kronstädter Aufstandes veröffentlichen wir das Kapitel „Kronstadt und die Dekadenz des Parteimarxismus“ aus der Broschüre „Schriften zur russischen Revolution“. Der Aufstand der Kronstädter Matrosen bleibt immer noch für viele SozialrevolutionärInnen ein Leuchtturm des revolutionäres Kampfes.

Russische Revolution

Kronstadt und die Dekadenz des Parteimarxismus

Der Aufstand der Kronstädter Matrosen im März 1921 war der tragische Höhepunkt der russischen Revolution, der notwendigerweise in einer Niederlage enden musste, weil für einen revolutionären Sieg jede Voraussetzung fehlte. In ihm kämpfte die soziale Avantgarde der russischen Revolution, die Matrosen von Kronstadt, gegen die bolschewistisch-staatskapitalistische Konterrevolution. Es war das letzte Aufbäumen der proletarisch-revolutionären Selbstorganisation im Klassenkampf, bevor sie im Blut erstickt worden ist. „Kronstadt!“ ist und bleibt der Stachel im Arsch des Parteimarxismus.
Red Devil schrieb über die Entwicklung des Kronstädter Aufstandes: „Kronstadt selbst war eine befestigte Insel, die – vor Petrograd gelegen – zum Schutz der Hauptstadt gedacht war und deren Befestigungsanlagen dementsprechend zur Land abgewandten Seite ausgerichtet waren. Die Bevölkerung Kronstadts umfasste ungefähr 50.000 Menschen, darunter befanden sich die Mannschaften der baltischen Flotte, Soldaten der Garnisonen und einige Tausend Angestellte, Beamte, Handwerker, Offiziere, Werftarbeiter und deren Angehörige.
Die Kronstädter waren stets an der Spitze der revolutionären Bewegung gewesen. Das beweisen Meutereien und Revolten der Kronstädter gegen den Zaren (z.B. im Juli 1906 und im Jahr 1910) und später dann gegen die Regierung unter Kerenski als sie die Kommune von Kronstadt ausriefen. Es war der Kronstädter Panzerkreuzer ,Aurora‘, der das Signal zum Anfang der Oktoberrevolution gab und es waren ebenfalls die Kronstädter Matrosen, die das Telegrafenamt, die Staatsbank und weitere strategische Punkte der Hauptstadt besetzten. All dies hatte Trotzki dazu veranlasst zu schreiben: ,Die Matrosen von Kronstadt sind der Stolz und Ruhm der russischen Revolution.‘ Und Matrosen galten schlechthin als die fortgeschrittensten Elemente der Gesellschaft, da sie sich zumeist aus der Arbeiterklasse rekrutierten und meist auch schon vor 1917 Kontakt zu revolutionären Gruppen unterhielten. (…) Mehr…

Neue Broschüre: Der chinesische Kapitalismus 2. Teil von 1979 bis heute

3. Februar 2016 Keine Kommentare

Unsere neue Broschüre: „Der chinesische Kapitalismus 2. Teil von 1979 bis heute“ (ca. 124 Seiten) von Soziale Befreiung (Hg.) ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Inhalt

Einleitung

I. Die Transformation zum Privatkapitalismus
1. Die Privatisierung der Landwirtschaft
2. Die marktwirtschaftliche Umgestaltung des staatlichen Sektors
3. Die Entwicklung der Privatwirtschaft in Industrie und Handel
4. Der Finanzsektor
5. Genossenschaften als kleinbürgerlich-kollektive Warenproduktion
6. Soziale und ökologische Folgen der Kapitalvermehrung
7. Kontinuität und Veränderung im politideologischen Überbau

II. Die Stellung Chinas im Weltkapitalismus (ab 1979)
1. Kapitalimport und -export
2. Warenexport und -import
3. China in der globalen Offensive des Privatkapitals
4. China in der globalen Wirtschaftsentwicklung
5. China in der globalen Konkurrenz der Nationalismen

III. Klassenkämpfe
1. Einige Klassenkämpfe
2. Leben und Kampf der WanderarbeiterInnen
3. Raue Formen der proletarischen Diktatur und sozialreformistische
Befriedungsstrategien
4. Es gibt kein Zurück in die Zukunft
5. Sozialrevolutionäre Perspektiven

6. Soziale und ökologische Folgen der Kapitalvermehrung

Aus Geld mehr Geld machen! Das ist der ganze Sinn der kapitalistischen Produktionsweise. Die maß- und grenzenlose Vermehrung des verselbständigten Ausdruckes des Tauschwertes nimmt kaum Rücksicht auf die biosozialen Reproduktionsbedürfnisse der menschlichen Arbeitskräfte und der Regenerierungsnotwendigkeiten der natürlichen Umwelt. Die Umwelt schonen? Das kostet zu viel Geld! Teurer Arbeitsschutz? Wir sind hier nicht bei der Heilsarmee! Die Zwangsgesetze des globalen kapitalistischen Konkurrenzkampfes zwingen den Einzel- und den Nationalkapitalen Sparsamkeit an Geld und Verschwendung an menschlichen Arbeitskräften und natürlichen Ressourcen auf. Da die Staaten im Weltkapitalismus entweder ideelle oder praktische Gesamtkapitalisten (siehe Kapitel I.7) sind, sind auch sie der Vermehrung der Nationalkapitale verpflichtet. Natürlich, ganz besonders krasse Fälle von schonungsloser Ausbeutung gefährden die biosoziale Reproduktion der menschlichen Gesellschaft und die Regeneration der Natur. Deshalb schützen die Nationalstaaten mehr schlecht als recht durch nationale Gesetze und internationale Verträge die menschlichen Arbeitskräfte und die Natur gegenüber der kapitalistischen Überausbeutung, auf das sich die „normale“ Ausbeutung reproduzieren kann. Aber schon die „normale“ kapitalistische Ausbeutung ist gnadenlos gegenüber Mensch und Natur und die Grenzen zur Überausbeutung sind sehr fließend. Die sozialen und ökologischen Folgen der maß- und grenzenlosen Kapitalvermehrung sind entsprechend. Mehr…

Buchvorstellung

15. Oktober 2015 Keine Kommentare

Am Samstag, den 31. Oktober um 18:00 Uhr im Rahmen der Linken Literaturmesse in Nürnberg Künstlerhaus K 4, Königsstraße 93, wollen wir gemeinsam mit Soziale Befreiung die Broschüre Schriften zum Klassenkampf IV vorstellen. Ihr seid herzlich eingeladen zu kommen.

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Schriften zum Klassenkampf ist eine unregelmäßig erscheinende Serie der Sozialen Befreiung mit Texten über die globalen Auseinandersetzungen des Proletariats mit Kapital, Staat und Patriarchat vom Ende des 18. bis ins 21. Jahrhundert.

Neue Broschüre: Globale Klassenkämpfe (2013-2015)

1. September 2015 Keine Kommentare

Unsere neue Broschüre: „Globale Klassenkämpfe (2013-2015)“ (ca. 124 Seiten) von Soziale Befreiung (Hg.) ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Inhalt

Einleitung
I. Der politische Klassenkampf von oben
1. Die globale Vermehrung der Nationalkapitale
2. Kapitalistische Wirtschafts- und Sozialpolitik als Klassenkampf von oben
3. Staatliche Repression und Gewerkschaften

II. Kämpfe der doppelt freien Lohnabhängigen
1. Textilindustrie
2. Bergbau
3. Metallindustrie
4. Personen- und Güterverkehr (Logistik)
5. Landwirtschaft und Lebensmittelindustriein
6. Gaststätten und Hotels
7. Einzel- und Versandhandel
8. Pflege und Gesundheitswesen
9. Bildung, Kinderbetreuung und Wissenschaft
10. Reinigungsgewerbe
11. Öffentlicher Dienst
12. Branchenübergreifende Massenstreiks und proletarische Straßenbewegungen

III. Klassenkämpfe des negativ freien Proletariats
1. MigrantInnen
2. Inhaftierte

1. Textilindustrie

Eine der Reaktionen des westlichen Kapitals auf die strukturelle Profitproduktionskrise seit Beginn der 1970er Jahre war und ist die Auslagerung arbeitsintensiver Produktionsprozesse in so genannte Niedriglohnländer. Dazu gehört auch die Textilindustrie, die seit den 1970er Jahren verstärkt nach Asien ausgegliedert wird. Da Textilien mit zu den wichtigsten Konsumgütern des Proletariats gehören, ist die billige Produktion von Textilien in Asien auch wichtig, um die Lohnkosten und die Ausgaben des Sozialstaates im Westen niedrig zu halten, wohin die meisten der in Asien hergestellten Textilien exportiert werden.
Doch mit der verstärkten Verlagerung der Textilindustrie nach Asien wuchs dort auch das Textilproletariat an, was sich in Form von Klassenkämpfen gegen die harte Ausbeutung wehrt. Aufgrund der Klassenkämpfe steigen auch die Löhne. Das Textilkapital zieht dann oft weiter in Gebiete, in denen der Lohn niedriger ist, aber auch dort beginnt das Proletariat ab einem bestimmten Punkt für höhere Löhne zu kämpfen. So galt Indonesien bis 2002 als Niedriglohnland, Indien bis 2006 und Vietnam bis 2009. Mehr…